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Paderborner Hilfe für die Muskeln der Nation
Donnerstag, 12. Februar 2009

Marco Congia weiß, wie Sportler ticken. Und seine Hände können manchmal Wunder bewirken. Spitzenathleten aus aller Welt vertrauen dem Physiotherapeuten aus Paderborn. Denn Congia zählt zu Deutschlands Top-Therapeuten, seine Künste sind gefragt. Im August 2009 nimmt sich der 32-jährige eine Woche frei. Dann betreut er Sportler bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin.

In der Zeit vom 15. Bis 23. August in Berlin wird Congia Muskeln, Sehnen und Gelenke von Sprintern, Springern oder Kugelstoßern bearbeiten. Der Mann aus der Paderstadt wurde von der International Association of Athletics Federations  (IAAF) angeheuert. Gemeinsam mit Sportärzten betreuen etwa 40 hoch qualifizierte Physiotherapeuten aus ganz Deutschland jene Athleten, deren Verbände ohne eigene medizinische Abteilung anreisen. Für welchen Kader er zuständig sein wird, weiß er noch nicht.

Seine Fremdsprachenkenntnisse schränken die Auswahl nur wenig ein. Neben Englisch und Portugiesisch beherrscht der Halbitaliener auch die Muttersprache seines Vaters perfekt. Seinen "normalen Job" erledigt Congia im Paderborner St. Vincenz-Krankenhaus.

Für sportliche Großereignisse wird er von seinem Arbeitgeber beurlaubt. St. Vincenz Geschäftsführer Dr. Josef Düllings freut sich, einen Spitzenmann wie Marco Congia in seinem Mitarbeiterstab zu haben und unterstützt ihn nach Kräften. "So etwas ist schließlich auch ein Qualitätsbeweis", sagt Düllings, "denn viele Therapiemethoden aus dem Sport fließen später auch in den medizinischen Bereich ein."
 
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